Schluss mit Profit auf Kosten von Existenzen – Die Linke steht an der Seite der Beschäftigten in Sebnitz
Pressemitteilung
Die Ankündigung der Schließung des Bosch-Werks in Sebnitz ist ein harter Schlag für die Region – aber vor allem ein Schlag ins Gesicht der 280 Beschäftigten und ihrer Familien. Während die Konzernspitze Milliardengewinne feiert, sollen hier in der Sächsischen Schweiz Existenzen vernichtet werden.
Die Linke Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verurteilt diese Entscheidung aufs Schärfste. In einer Region, die seit Jahren mit Strukturwandel, Abwanderung und dem Verlust gut bezahlter Industriearbeitsplätze kämpft, ist die Werksschließung ein sozialpolitischer Skandal – und ein Ausdruck eines Systems, das Profite über Menschen stellt.
Lisa Thea Steiner, Kreisvorsitzende: „Wir lassen nicht zu, dass Konzerne wie Bosch ihre Verantwortung für die Region ablegen wie alte Werkzeuge. Die Beschäftigten haben diesen Standort groß gemacht – jetzt brauchen sie unsere Solidarität. Der Klassenkampf beginnt hier in Sebnitz!“
Zada Salihović, Mitglied des Bundestages: „Angesichts der ohnehin harten Krisenjahre muss Bosch seine soziale Verantwortung ernstnehmen und sich mit den Alternativkonzepten von Betriebsrat und Gewerkschaft auseinandersetzen. Sie kennen ihren Betrieb am besten und wissen, was es braucht, um ihn zukunftsfest zu machen. Höchste Zeit, dass der Arbeitgeber ihnen zuhört!“
Gemeinsam mit Gewerkschaften und den betroffenen Kolleginnen und Kollegen wird sich Die Linke für folgende Forderungen einsetzen:
- Sofortige Einberufung eines Krisengipfels mit Unternehmensleitung, Gewerkschaften, Agentur für Arbeit und Landesregierung
- Keine Schließung ohne Sozialplan und echte Alternativen für alle Beschäftigten
- Förderung eines alternativen wirtschaftlichen Nutzungskonzepts für den Standort durch den Freistaat Sachsen
Peter Brettschneider, Ortsvorsitzende der Linken in Sebnitz: „Wir fordern einen Schutzschirm für die Beschäftigten, nicht für die Aktionäre. Wer hier die Industrie ausbluten lässt, riskiert den sozialen Frieden. Der Landkreis darf sich nicht mit warmen Worten abspeisen lassen – jetzt braucht es politischen Druck.“
Die Linke ruft alle demokratischen Kräfte dazu auf, sich gemeinsam gegen den Ausverkauf unserer Region zu stellen. Die Beschäftigten von Bosch Sebnitz brauchen keine Vertröstungen – sie brauchen Perspektiven. Und sie brauchen uns – jetzt!
Artikel wurde am 17. Feb. 2026 gedruckt. Die aktuelle Version gibt es unter https://www.zadasalihovic.de/aktuelles/schluss-mit-profit-auf-kosten-von-existenzen-die-linke-steht-an-der-seite-der-beschaftigten-in-sebnitz/.